· Pressemitteilung

Bilanz nach drei Jahren Ausbildung

Rettungsdienstleiter Werner Schwemmle, Patrick Rometsch, Fabian Clement (Praxisanleiter), Ruben Pross, Lea Genger, Lena-Marie Süßer und Thomas Schwarz (Praxisanleiter) (von links).

Interne Verabschiedung der Auszubildenden in der Notfallrettung gibt Raum für Lob und Verbesserungsvorschläge

Seit Jahren gehört sie fest zum Kalender im DRK-Kreisverband Calw e.V.: die interne Verabschiedung der Auszubildenden in der Notfallrettung. Nach drei Jahren Ausbildung und absolvierter Prüfung treffen sich die frischgebackenen Notfallsanitäter/-innen mit ihren Praxisanleitern und dem Rettungsdienstleiter zu einem Gespräch. Es geht um Feedback: was gut lief, was nicht, und was sich ändern sollte.

Rettungsdienstleiter Werner Schwemmle sagte dazu: „Die Spannung ist jetzt vorbei.“ Und beim nächsten Wiedersehen gelte ohnehin: „Ich bin der Werner.“ Er dankte den Praxisanleitenden für die Dienstplanung, die Intensivwoche und die individuelle Betreuung während der Ausbildung. Im kommenden Jahr sollen alle Planstellen besetzt sein, die Ausbildungsquote will der Kreisverband hoch halten.

Ein Blick zurück zeigt, wie sich die Qualifikation in der Notfallrettung entwickelt hat: 1977 kam der Rettungssanitäter, 1989 der Rettungsassistent, seit 2014 gibt es den Notfallsanitäter, jeweils als höchste nicht akademische Qualifikation in der Notfallrettung. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das aktuell durchgeführte Landesweite Strukturgutachten das Ergebnis zur Folge haben, dass zusätzliche Rettungswagen installiert werden und dadurch der Bedarf an Notfallsanitätern weiter steigen wird.

Strukturell ist der Kreisverband Calw dafür gut aufgestellt. Die neue Rettungswache in Calw-West soll voraussichtlich im Mai 2027 bezogen werden. Alle drei Krankentransportwagen, die aktuell noch am Zentrum für Psychiatrie stationiert sind, werden ans „Würzbacher Kreuz“ ziehen. In den neuen Räumlichkeiten ist außerdem die Durchführung der  Ausbildungen zum Rettungssanitäter und Rettungshelfer geplant. Bekannte Gesichter und bekannte Strukturen erleichtern dann auch das Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen.

Auch die frisch geprüften Notfallsanitäter/-innen kamen zu Wort. Eine Rückmeldung: „Es war eine tolle Ausbildung, und ich bin froh, dass ich sie in Calw gemacht habe.“ Besonders gelobt wurde die Intensivwoche mit den Praxisanleitern: viel Input, auch zu Nischenthemen, aber auch prüfungsrelevanter Stoff, gebündelt an aufeinanderfolgenden Tagen statt verteilt über einzelne Termine. Ein Vorschlag aus der Runde: künftig ein bis zwei Tage pro Lehrjahr für einen Check-up mit dem zuständigen Praxisanleiter.

Praxisanleiter Thomas Schwarz blickte ebenfalls nach vorn. Die Kooperation mit dem Klinikverbund Südwest für die Krankenhauspraktika laufe gut, gleiches gilt für das Klinikum Freudenstadt. Ziel sei ein Konstrukt, das den Auszubildenden die bestmögliche Ausbildung bietet.

In diesem Jahr haben vier von fünf Auszubildenden die Prüfung bestanden. Die fünfte Person holt sie in einem halben Jahr nach. Wir gratulieren den neuen Notfallsanitäter/-innen und bedanken uns bei den Praxisanleitenden für die kompetente Begleitung durch die Ausbildung.