Es war ein sonniger Vormittag, als wir mit unserem DRK-Glücksmomenteteam Barbara und Wolfgang zu einer ganz besonderen Fahrt gegen zwölf Uhr am Hospiz in Nagold eintrafen. Unsere Fahrgästin und ihr Lebenspartner waren noch mit den letzten Vorbereitungen für diesen Tag beschäftigt.
Unsere Begleiterin hatte einen letzten Herzenswunsch: noch einmal den Wallfahrtsort Heiligenbronn zu besuchen. Über viele Jahre hinweg war dieses Kleinod im Waldachtal mit seiner weithin bekannten Quelle, dem Kräuter- und Gebetsgarten sowie der Kirche für sie zu einem ganz besonderen Ort voller Erinnerungen und einer Kraftquelle geworden.
Mit Wolfgang am Steuer des neuen Glücksmomenten-Fahrzeugs und Barbara an der Seite unserer Fahrgästin verging die Fahrt wie im Flug. Schon nach einer halben Stunde erreichten wir unser Ziel. Kaum auf dem Parkplatz angekommen, wurden wir von der Wallfahrtsseelsorgerin von Heiligenbronn herzlich empfangen. Sie begleitete uns in die Kirche – ein emotionaler Moment, in dem spürbar wurde, wie tief dieser Ort für unsere Gästin verwurzelt war.
Die Stunde der Einkehr gehörte ganz ihr und ihrem Lebenspartner. Ein stilles, kostbares Zwiegespräch mit diesem Ort, den sie so sehr liebte. Währenddessen versorgte die Wallfahrtsseelsorgerin unser Glücksmomente-Team mit einer kleinen Stärkung und es entstand ein Gespräch, das tiefer ging als erwartet. Sie zeigte sich offen und neugierig: Was sind die Glücksmomente? Wer engagiert sich dafür? Was bewegt die Menschen? Besonders berührt war sie, dass unsere Fahrgästin auf der Suche nach Spiritualität den Weg nach Heiligenbronn gefunden hatte und dieser Ort Menschen auch in ihrer letzten Lebenszeit noch einmal Kraft und Frieden schenken kann. Die Türen von Heiligenbronn stehen für weitere Begegnungen dieser Art offen und wir nehmen die Einladung gerne an.
Nach einer Stunde des Innehaltens war unsere Fahrgästin bereit für die Heimfahrt. Zum Abschied überreichte die Wallfahrtsseelsorgerin ihr ein Fläschchen mit Wasser aus der eigenen Quelle von Heiligenbronn – ein Geschenk für Leib und Seele.
Gegen 14:30 Uhr kehrten wir wohlbehalten ins Hospiz zurück. Unsere Fahrgästin war zwar erschöpft, aber auch tief dankbar und glücklich, dass ihr dieser letzte Besuch im Wallfahrtsort Heiligenbronn noch ermöglicht worden war.


