Ein wichtiger Meilenstein für die Rettungsdienstinfrastruktur im Landkreis Calw: Staatssekretär und Mitglied des Landtages (MdL) Thomas Blenke übergab dem DRK-Kreisverband Calw e.V. die offizielle Förderurkunde des Landes Baden-Württemberg für den Neubau des DRK-Zentrums Calw-West am Würzbacher Kreuz. Die Übergabe fand in den Räumen der DRK-Kreisgeschäftsstelle statt, wo neben Präsident Walter Beuerle auch das Präsidium des Kreisverbandes und Vertreter aus dem Rettungsdienst den Staatssekretär empfingen.
Die Förderung in Höhe von knapp 2,8 Millionen Euro ist Teil eines umfassenden Landesinvestitionspakets: Ende Januar 2026 hatte das Innenministerium Baden-Württemberg in Stuttgart Förderurkunden in Höhe von rund 62 Millionen Euro an Rettungsdienstorganisationen übergeben. Mit diesen Mitteln können landesweit 34 Rettungswachen neu gebaut, umgebaut und erweitert werden. Auch der DRK-Kreisverband Calw e.V. profitiert nun von dieser Unterstützung für sein zukunftsweisendes Bauprojekt mit der neuen Rettungswache Calw-West.
Ich bin seit drei Jahren für die ‚Blaulichtorganisationen‘ zuständig, und mich schmerzt die hoffnungslose Unterfinanzierung im Rettungsdienst in der Vergangenheit
erklärte Staatssekretär Blenke bei der Übergabe. Das Antragsvolumen habe die verfügbaren Fördersummen in den vergangenen Jahren deutlich überstiegen. Jede Ablehnung eines förderfähigen Antrags sei für Blenke stets eine Mahnung an den Haushaltsgesetzgeber gewesen, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen.
Die Wende brachte nun das Investitionsprogramm der Bundesregierung mit dem sogenannten Sondervermögen. „Mit diesem ‚warmen Regen‘ vom Bund ist es uns jetzt gelungen, sämtliche Förderanträge im Rettungsdienst abzudecken", freute sich Blenke. „Eine davon ist die Rettungswache Calw-West. Die war dringend nötig und ich wollte es mir nicht nehmen lassen, die Förderurkunde persönlich in Calw vorbeizubringen."
Präsident Walter Beuerle zeigte sich erleichtert und dankbar:
Wir waren immer in Sorge wegen der Finanzierung. In der Vergangenheit waren wir diesbezüglich nicht so verwöhnt und mussten immer in die Zwischenfinanzierung gehen. Umso glücklicher sind wir nun, darauf verzichten zu können.
Der Bau sei eine Investition in einer Größenordnung, wie sie der Kreisverband noch nie getätigt habe. Sein Dank gelte allen Beteiligten fürs Mitentwickeln, Mitplanen und Mitdenken. „Hier entsteht nicht etwas für das DRK – hier entsteht etwas für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises", hatte Beuerle bereits beim Spatenstich betont. Die Förderung sei nicht nur eine Investition in den Rettungsdienst, sondern ebenso in die Sicherheit der Bevölkerung.
Architekt Friedrich Großmann gab einen aktuellen Sachstand zum Bau: Die Betonierarbeiten seien inzwischen fertig. Das Gebäude werde nachhaltig und zweckmäßig mit heimischem Holz aus dem Schwarzwald gebaut – eine zukunftsweisende Bauweise, bei der das Geld in der Region eingesetzt werde. Die Haupttragkonstruktion sei aus Gründen des Brandschutzes aus Beton, für eine mögliche Aufstockung würden gerade die Möglichkeiten ermittelt. „Wir sind im Terminplan und im Kostenrahmen geblieben", berichtete Großmann. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 8,3 Millionen Euro.
Blenke kündigte an, sich weiterhin für Investitionen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz einzusetzen. „Es muss nachhaltig und kontinuierlich investiert werden – nur so können wir eine verlässliche Rettungsdienstinfrastruktur für die Zukunft gewährleisten", betonte der Staatssekretär.







