· Pressemitteilung

Willkommen in der Notfallrettung

Sechs junge Menschen in Rettungsdienstkleidung mit ihren Ausbildern vor einem Rettungswagen.

Sechs neue Gesichter, aber keine Unbekannten: Rettungssanitäter/innen aus den eigenen Reihen starten dreijährige Ausbildung.

Zwischen Rettungssanitäter und Notfallsanitäter liegen Welten. Rettungssanitäter sind nach wenigen Monaten Qualifizierung im Einsatz: im qualifizierten Krankentransport ebenso wie in der Notfallrettung als rechte Hand eines Notfallsanitäters. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Wer sie besteht, trägt die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst und entscheidet am Einsatzort selbst, welche medizinischen Maßnahmen ein Patient braucht, bis gegebenenfalls der Notarzt eintrifft.

Sechs junge Menschen haben sich beim DRK-Kreisverband Calw e.V. für diesen Weg entschieden, und keiner von ihnen ist ein Unbekannter. Einige haben kurz vor Ausbildungsbeginn noch schnell den Rettungssanitäter gemacht. Andere gehören schon länger zum Team und waren im Rettungsdienst des Kreisverbandes im Einsatz. Für sie ist die Ausbildung ein kleiner Schritt zurück an den Anfang.

„Es kann nichts Besseres passieren, als wenn man den Betrieb schon kennt und gut eingespielt ist“, sagt Personalreferentin Carola Markert. Sie freut sich, dass sich alle sechs für die Ausbildung entschieden haben, und ist sicher, dass sie in den kommenden Jahren Erlebnisse haben werden, die sie prägen und am Ende zu gestandenen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern machen.

„Heute beginnt für Sie ein neuer Lebensabschnitt.“ Mit diesen Worten begrüßte Rettungsdienstleiter Werner Schwemmle die Auszubildenden und machte ihnen nichts vor. Sie hätten sich für einen anspruchsvollen Beruf entschieden, in dem man nachts, am Wochenende und an Feiertagen arbeitet. Der Beruf bringe Verantwortung mit sich, werde aber auch vielfältig und erfüllend sein. In den kommenden drei Jahren erwerben die Auszubildenden medizinisches Fachwissen, entwickeln praktische Fähigkeiten und erleben Situationen, die sie womöglich auch persönlich fordern. Schwemmle ermunterte sie, Fragen zu stellen und die Erfahrung der Praxisanleitenden sowie der Kolleginnen und Kollegen zu nutzen. „Wir stehen für gute Arbeitsbedingungen und erwarten im Gegenzug Engagement, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein.“ Sein Wunsch: Viel Erfolg für die Ausbildung und positive Erfahrungen, damit in drei Jahren gemeinsam der Abschluss gefeiert werden kann.

Dass die Neuen schon Vorwissen mitbringen, wertet auch der stellvertretende Rettungsdienstleiter Sven Brodmann als großen Vorteil. „Ihr kennt eure Stärken und Schwächen bereits. Jetzt geht es darum, die Stärken auszubauen und an den Schwächen zu arbeiten.“ Justin Frank, Koordinator für Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst, bemerkte zur bevorstehenden Ausbildung: „Es wird Auf und Abs geben, gute Tage und Tage, an denen ihr ans Aufgeben denkt.“ Den Auszubildenden gab einen Rat mit: dranbleiben, im Team oder gemeinsam mit den Praxisanleitenden Widrigkeiten begegnen und die Zeit genießen.

Wie das gelingt, weiß Ralf Meuer, einer dieser Praxisanleiter. Er will mit Vollgas starten und gemeinsam am Erfolg arbeiten. „Das ist unser Ziel, und dieses Ziel werden wir erreichen.“ Dafür müsse man vor allem Probleme frühzeitig ansprechen. „Einen kleinen Brand kriegen wir schneller gelöscht.“ Dies hält auch seine Kollegin Jacqueline Leiße für entscheidend. Kommunikation, sagte die Praxisanleiterin, sei ein großes Standbein der Ausbildung, auf der Wache ebenso wie im Einsatz.

Mit den neuen bildet unser Kreisverband nun insgesamt 33 Azubis in der Notfallrettung aus. Am 15. Oktober beginnt für die sechs der Unterricht an der Schule. Wir wünschen unseren Auszubildenden einen guten Start und viel Freude am Lernen.