· Pressemitteilung

Zwischen Nagoldtalsperre und Zielgerade

Der DRK-Sanitätsdienst beim Nordschwarzwald Triathlon 2026

Am frühen Sonntagmorgen sind die ersten Einsatzkräfte der Bereitschaften längst im Einsatz, noch bevor der erste Athlet an der Nagoldtalsperre ins Wasser steigt. 44 Sanitäterinnen und Sanitäter werden diesen Tag über die komplette Strecke verteilt sein, von der Nagoldtalsperre, über das Höhengelände nördlich von Altensteig, bis zur Klebwiese in Nagold. Am 15. und 16. August 2026 stellte der DRK-Kreisverband Calw e.V. erneut die sanitätsdienstliche Absicherung beim Nordschwarzwald Triathlon.

Sprint am Samstag, Langdistanz am Sonntag

Der Samstag gehörte der Sprintdistanz: 400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad, 5 Kilometer Lauf, gestartet im Rollingstart alle zehn Sekunden. Das Wettkampfgebiet war an diesem Tag kompakter. 29 Einsatzkräfte reichten aus, um das Feld entlang der Strecke abzusichern.

Der Sonntag verlangte mehr. Neben der Langdistanz ging 2026 erstmals auch das Einzelzeitfahren über 50 und 100 Kilometer an den Start, dazu der AquaBike-Wettbewerb (Schwimmen und Radfahren). Da das Streckennetz bei diesen Disziplinen eine deutlich größere Ausdehnung hatte, waren 44 Einsatzkräfte nötig, um das gesamte Wettkampfgebiet abzudecken.

Hitze, Erschöpfung, lange Stunden

Stundenlange Höchstleistungen bei schwülen Außentemperaturen im Sommer. Das bedeutet für den Sanitätsdienst: Hitzenotfälle, Kreislaufprobleme, Erschöpfungszustände. Dazu Stürze und klassische Sportverletzungen, wie sie bei jedem Wettkampf dieser Größenordnung vorkommen können, sowie mögliche Patienten aus den Zuschauerreihen. Entscheidend ist nicht nur die einzelne Versorgung, sondern die Erreichbarkeit über die gesamte Strecke hinweg. Von der Erzgrube über Altensteig und Ebhausen bis nach Nagold, in die Gegenrichtung über Mindersbach, Gaugenwald und Simmersfeld zurück über Berneck. Ein Streckennetz, das sich über mehrere Stadt- und Gemeindegebiete zieht.

Die Zahlen des Wochenendes

In der Sanitätsstation selbst wurden am Samstag 8 Patientinnen und Patienten versorgt, am Sonntag waren es 31 Behandlungsbedürftige. Fünf davon mussten durch den Regelrettungsdienst zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Über 20 Fahrzeuge aus Haupt- und Ehrenamt waren dafür im Einsatz, verteilt über die gesamte Strecke und die Sanitätsstation vor Ort. Die Bereitschaft der Rettungshundestaffel übernahm an beiden Tagen zusätzlich die Verpflegung der Einsatzkräfte im Nagolder Stadtpark, eine Aufgabe, die im Hintergrund läuft und trotzdem den ganzen Tag über gebraucht wird.

Kräfte aus dem ganzen Kreisverband und darüber hinaus

Getragen wurde der Einsatz von den DRK-Ortsvereinen Altensteig/Haiterbach, Neubulach/Neuweiler, Rohrdorf/Ebhausen, Nagold/Wildberg und Schömberg/Bad Liebenzell. Verstärkt erhielt das Team durch externe DRK-Kräfte aus den Ortsvereinen Rexingen/Bittelbronn, Bildechingen, Waldachtal und Wittendorf sowie durch Einheiten aus Korntal, St. Georgen, Radolfzell und dem DRK-Kreisverband Calw selbst. Auch die Rettungshundestaffel Calw war beide Tage vor Ort.

Ein Wochenende, an dem viele Ehrenamtliche viele Stunden auf den Beinen waren, damit ein Wettkampf dieser Größenordnung sicher über die Bühne gehen konnte. Die gesamte Organisation sowie die wunderschönen Strecken im Schwarzwald wurden von allen Teilnehmern sehr gelobt.